kurzportrait
Hauptstadt:
Sprache:
Bevölkerung:
Währung:
Fläche:
Stockholm
Schwedisch
9 Millionen
1 Krone = 100 Öre
450'000 km²
geographie
Schweden grenzt an das Kattegat, an die Staaten Norwegen und Finnland sowie an die Ostsee. Zu Schweden gehören etwa 221.800 Inseln. Gotland (2.994 km²) und Öland (1.347 km², beide in der Ostsee) sowie Orust (346 km², nördlich von Göteborg) sind die drei größten von ihnen. Die längste Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 1.572 km, von Osten nach Westen 499 km.
Die Landgrenze zu Norwegen ist 1.619 km lang, die zu Finnland 586 km.Während weite Teile des Landes flach bis hügelig sind, steigen entlang der norwegischen Grenze die Gebirgsmassive der Skanden bis auf über 2.000 m Höhe an. Der höchste Gipfel ist der Kebnekaise mit 2.111 m. Über das Land verteilt gibt es 28 Nationalparks. Die flächenmäßig größten befinden sich im Nordwesten des Landes.
sprache
Die Umgangssprache ist fast überall Schwedisch. In Tornedalen entlang der schwedisch-finnischen Grenze wird von ungefähr der Hälfte der Bevölkerung Tornedalfinnisch (Meänkieli) gesprochen. Samisch wird noch von einigen Tausend Menschen als Hauptsprache benutzt. Alle schwedischen Samen verwenden jedoch auch die schwedische Sprache. In Schweden haben Finnisch, Tornedalfinnisch, Jiddisch, Romani, Samisch und die schwedische Gebärdensprache (tecknad svenska) den Status anerkannter Minoritätensprachen.
Fast 80 % der schwedischen Bevölkerung sprechen zudem Englisch als Fremdsprache, da Englisch zum einen die erste Fremdsprache an den Schulen darstellt und zum anderen im Fernsehen sehr stark vertreten ist (Spielfilme werden üblicherweise nicht synchronisiert, sondern nur untertitelt).
land und leute
Freundlich, fleissig, ordentlich, rechtschaffen, gutgläubig, schüchtern und reserviert, knauserig und ein bisschen schwerfällig - so wird der Schwede von ausländischen Beobachtern und auch von den Schweden selbst beschrieben. Stimmt dieses Klischee? Ja in vielem, im Guten wie auch im Schlechten. Noch vor gut einem Jahrhundert war Schweden ein primitives Bauernland, eines der ärmsten in Europa. Um in dem kargen Klima zu überleben, brauchte man Eigenschaften wie Fleiss, Geduld, Erfindungsreichtum und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Tugenden, die die Entstehung der heutigen schwedischen Gesellschaft geprägt haben. Gleichheit und Kollektivismus sind zwei Schlüsselbegriffe für die Beschreibung der Schweden. Die Überzeugung, dass kein Mensch wert ist als ein anderer, durchdringt das schwedische Weltbild. Von einem Schweden wird erwartet, dass er sich pflichtbewusst um seine Angelegenheiten kümmert, hart arbeitet und Verantwortung für andere übernimmt. Elitäres Bewusstsein, Extravaganz und Lebensstile, die von der Norm abweichen, sind für viele Schweden noch tabuisierte Erscheinungen.
Aber der Schwede hat auch eine andere Seite, die dem oben beschriebenen, kontrollierten Bild widerspricht. Sie zeigt sich in einer Art Ausgelassenheit, einer Fähigkeit, Feste und Freizeit in vollen Zügen zu geniessen. Dem Schweden ist die Freizeit heilig - wenn er nicht arbeitet, widmet er sich unbekümmert den Annehmlichkeiten des Lebens, ohne sich allzu viele Gedanken darüber zu machen, was andere wohl denken.
Strebsam, pflichtbewusst und kontrolliert bei der Arbeit, in der freien Zeit ausgelassen und unbekümmert das Leben geniessend - eine gute Beschreibung des typischen Schweden, eines hoch zivilisierten Weltbürgers, der noch mit beiden Beinen mit der Erde verwurzelt ist.
Die Schweden schämen sich ihrer einfachen Herkunft, vielleicht beruht darauf ein weiterer typischer schwedischer Charakterzug: die Neigung, sich selbst in allen möglichen Zusammenhängen herabzusetzen und sich über sich selbst lustig zu machen. Wenige Völker dürften die negativen Seiten ihres Heimatlandes so begierig hervorheben wie gerade der Schwede. Ein Aussenstehender, der Schweden über ihr Land sprechen hört, kann leicht den Eindruck gewinnen, dass die Schweden ein äusserst antinationalistisches Volk sind.
Ein solcher Eindruck wäre falsch. Die Klagen der Schweden sind statt dessen Ausdruck eines weiteren Charakterzuges: des Perfektionismus. Alles, was nicht perfekt ist, kann verbessert werden und muss deshalb nach schwedischer Auffassung beklagt werden. Das Gute ist häufig selbstverständlich.
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Die Welt ist ein Buch. Wer nicht reist, sieht nur eine Seite davon.
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