Die Behauptung, die Wasseramsel, der einzige Taucher unter den Singvögeln, laufe unter Wasser am Grunde eines Flussbettes, ist früher belächelt worden. Inzwischen haben Versuche jedoch bestätigt, dass sie durch die starke Strömung auf den Grund gedrückt wird, wenn sie auf Nahrungssuche mit gesenktem Kopf stromaufwärts unter Wasser läuft.
Den plumpen Vogel bekommt man allerdings eher zu Gesicht, wenn er ins Wasser geht oder lebhaft auf der Oberfläche schwimmt. Oft sitzt er eine Zeitlang auf einem Stein oder Felsen mitten in der Strömung, taucht den Kopf ins Wasser oder wiegt sich auf den Beinen, während sein zaunkönigartiger Gesang sich mit dem Plätschern des vorbei fliessenden Wassers vereint. Der häufigste Ruf dieses Vogels, der mit der Amsel übrigens nicht verwandt ist, hört sich wie "zit" oder "zrrb" an.
Bei der Balz reckt das Männchen seine weisse Brust heraus, verneigt sich und vibriert mit den Flügeln. Sein schwirrender Flug ist geradlinig und schnell.
Die Wasseramsel ist an klaren Bächen und Flüssen ein recht verbreiteter Brutvogel; Gewässerverschmutzungen bedeuten eine schlummernde Gefahr für sie. Sie kann auch in schwach verschmutzten Bächen leben, sofern nicht infolge zu geringer Strömung im Bett Sand abgelagert ist oder dieser nicht mit Algen bedeckt ist.
Ein Paar beansprucht einen Flussabschnitt von ungefähr einem Kilometer Länge. Im Winter trifft man sie vermehrt im Tiefland an (z. B. an Seen), doch harren einzelne Vögel auch bis auf eine Höhe von 2000 m aus. Mitten in schnell fliessenden Gewässern sucht die Wasseramsel ihre Nahrung.
Das Wichtigste in Kürze:
18cm
14 - 17Tage
Singvögel
55 - 75g
4 - 6Eier
Insekten, Spinnen
Höhlen und Nischen
19 - 25Tage
Fliessgewässer
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