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TAGEBUCH
27.04.10
Die einen können fast nicht nach Hause, andere können (noch) nicht kommen...! Hoffentlich geht der Flughafen in Keflavik bald weider auf!
26.04.10
Hallo meine Lieben
Ich dachte, nach meiner (Fl)asche(n)post könnte ich euch auch wieder einmal normale, langweilige, gewöhnliche Post
schicken! :)
Meine Rundreise war einfach grossartig! Nach gewissen Startschwierigkeiten kamen wir doch noch zu dritt
(eigentlich zu viert, wenn man unser Osterhasen-Maskottchen dazurechnet) los und fuhren zuerst in den Süden.
Dort schauten wir uns den ersten Vulkanausbruch von weitem bei Nacht an. Unglaublich! Einfach einmalig! Und schon da
verspürten wir die Lust, um ganz nah heranzugehen...! Aber... 10h wandern? Das soll doch zuerst wohl überdacht werden.
Weiter ging es mit dem Auto in Richtung Vík, der Südküste entlang bis zur Gletscherlagune und in Höfn
übernachteten wir wieder in einer netten Unterkunft. Die Gletscherlagune war einfach herrlich, inklusive
Sonnenuntergang. Als wir dann auch noch Robben entdeckten waren wir ganz aus dem Häuschen und trotz Kälte blieben wir
noch eine Weile auf den Steinen sitzen und schauten den kleinen Tierchen zu. Als wir am nächsten Tag aufstanden,
konnten wir unseren Augen kaum glauben: es hatte geschneit über Nacht! Super Voraussetzungen also für die Weiterfahrt& !
Wenigstens wurden wir für unsere Tapferkeit belohnt und sahen schon am Morgen früh eine kleine Herde Rentiere am Wegesrand.
Die Sonne verfolgte uns den ganzen Tag, dennoch waren wir froh, als wir endlich in Egilsstaðir ankamen.
Damit wir immer wussten, wie das Wetter und die Strassenverhältnisse für unsere Fahrt sein werden riefen wir der netten Nummer
an und informierten uns. Doch auch bei dieser Auskunft gibt es sehr "weise" Personen, die einem sagen, dass die Strasse "only a little bit slippery and some wind" sei.
Falls ihr diese Auskunft einmal bekommt, dann übersetzt das bitte folgendermassen: "ihr werdet mit dem Auto losfahren, im leichten Schneegestöber von einem rasenden Lastwagen überholt werden,
dann kurze Zeit später wieder auf diesen Lastwagen treffen, weil er einem Schneepflug hinterher fährt. Danach werdet ihr, nach
kurzem zögern, wie der Lastwagen den Schneepflug überholen, etwa 1km weiter fahren und euch dann wieder vom selben Schneepflug
mit einem Seil aus dem Schnee ziehen lassen. Danach werdet ihr wie verängstigte Touristen dem Schneepflug am Hinterteil kleben,
so dass ihr ja nicht mehr von der Strasse abkommt. Etwa 5min später werdet ihr den bereits bekannten Lastwagen auch noch aus
dem Schnee ziehen und weiter fahren, da ihr nicht mehr umdrehen könnt, da die Strasse mit den Schneehaufen zu eng ist.
Der Wind und der Schnee werden immer wilder und wenn ihr 1m weit sehen könnt, dann ist das Luxus. Nach 2h werdet ihr dann am Ziel
ankommen und hinter euch wird man die Strasse sperren!" Übrigens: es ist die einzige Strasse, welche in diesen Ort führt.
Tja, da sassen wir nun im Tourismuszentrum und in diversen Restaurants und warteten 7h mit der Hoffnung dass die Strasse doch noch
geöffnet wird. Zum Glück wurde das Wetter besser, ja fast hervorragend und wir konnten wieder zurück nach Egilsstaðir (wir
brauchten 30min)! Am nächsten Tag ging es ab in den Norden und natürlich folgte uns das schlechte Wetter! :) Dennoch konnten wir
einige Strecken der Küste entlang fahren und das wilde Meer geniessen. Doch da man von der Landschaft nicht ganz so viel sah
und die Wetteraussichten für den Westen und Süden besser waren, entschieden wir uns so schnell wie möglich in diesen Teil der
Insel zu kommen und dort das Land bei Sonnenschein zu geniessen. Auch die Idee den Vulkan zu besteigen war immer noch in unseren
Köpfen... Nachdem wir Akureyri hinter uns gelassen hatten und dann schon bald in der Nähe der Westfjorde waren, da wurde uns
wirklich bewusst: die Insel ist klein! Wir trafen schon während unserer ganzen Reise immer wieder auf Mitstudenten und in dieser
Unterkunft traf ich doch tatsächlich auf einen ehemaligen Schüler (teaching practice) mit seiner Familie!
Zurück in Reykjavík machten wir uns bereit für den Vulkan! :) Wir waren uns nicht sicher, ob wir es wirklich schaffen werden,
aber wir konnten es nicht lassen und mussten es einfach probieren! Von Vorteil ist es, wenn man bei schönem Wetter gehen kann,
denn wenn es windet und schneit, dann kann es schnell -20°C werden...! Und wir hatten Glück! Perfektes Wetter! Einmaliges Erlebnis!
Die letzten beiden Tage verbrachten wir auf der Halbinsel Snæfellsnes im Norden von Reykjavík. Es war wunderschön, entspannend
und unglaublich zugleich, auch wenn das Wetter nur am ersten Tag so richtig mitgespielt hat.
Nach meiner Rundreise hatte ich noch einige Tage Zeit um meine letzten Berichte und Arbeiten (etwa 5) zu schreiben (ich wusste
nicht mehr wie am Laptop schreiben, da mir die Ellbogen und die Finger so weh taten) und einige kleine Ausflüge für meine
Familie (Eltern und Bruder) schon mal zu planen und zusammen zu stellen.
Ha! Und dann kam der grandiose Tag! Ein neuer Ausbruch! Ich weiss nicht, ob das etwas mit Geburtstagen zu tun hat, aber beim
ersten Ausbruch hatte mein Cousin Geburtstag, als alles wieder aufhörte hatte mein Opa Geburtstag und als der neue Vulkan ausbrach
und verrückt spielte hatte eine Freundin von mir Geburtstag... :) Ich weiss, in Europa und in den Medien sieht das alles sehr
schlimm aus und es betrifft viele Personen, doch für mich persönlich besteht keine Gefahr, da alles sehr weit weg ist (ca. 2h).
Wir fuhren in die Nähe um uns die riesen Wolke anzuschauen und es war einfach gigantisch! Ich kannte die Wolke vom ersten Ausbruch
und im Vergleich zum zweiten Ausbruch war jene einfach nur lächerlich! Die Anwohner im Süden des Vulkans tun mir wirklich leid,
denn für diese Bauern ist sehr vieles zerstört und einige müssen ihre Tiere schlachten und wegziehen, da sie nicht mehr alle
durchbringen.
Meine Familie kam zum Glück ohne Probleme hier in Island an und konnte die Wolke vom Flugzeug aus fotografieren und bestaunen.
Leider musste die Strasse im Süden zerstört (damit die Flut vom Gletschereis einen Weg hat und nicht die Brücke zerstört) und
gesperrt werden, so dass wir einen Ausflug zu der Gletscherlagune nicht machen konnten. Dafür gingen wir in den Norden und ich
konnte ihnen nach Sonne, Wind und kalten Temperaturen auch noch den Schnee zeigen und ihnen vorführen wie das so ist mit den
Wetter- und Strassenverhältnissen. Sie waren nicht ganz so begeistert! :)
Nach einer wunderschönen Zeit mit meiner Familie, verliess sie Hals über Kopf die Insel! Warum? Leider drehte der Wind in
Richtung Flughafen und wir erfuhren, dass er gesperrt werden soll. Da der Flug meiner Familie nicht sicher war für den nächsten Tag
machten wir folgendes:
03:00 Taxi an den Flughafen
04:00 Ankunft am Flughafen
04:15 Ticket gebucht für Flugzeug das fliegt
04:30 Check-in
04:50 boarding
05:00 take off
Man hat mich glaube ich noch nie so schnell verlassen. Dennoch habe ich es nicht persönlich genommen ;) und war ehrlichgesagt froh,
dass sie weg waren, denn wer weiss wie lange sie sonst festgesteckt wären!
So, dies war eine meiner letzten "Post aus Island", denn schon bald geht es wieder ab nach Hause. Das Semester ist soweit fertig
(ich darf noch an einer Prüfung "Icelandic vocabulary" teilnehmen), mein P3 (drittes Praktikum) hat sich auch schon angekündet und die
Arbeit will mich auch zurück! Somit werde ich schon bald wieder in der Schweiz sein (vor Pfingsten) und euch bald wieder sehen.
Doch wenn ich ehrlich bin... es gefällt mir hier oben so gut und die Natur erwacht gerade aus ihrem Winterschlaf und es gäbe noch so viel
zu entdecken... ich würde am liebsten noch länger bleiben! Aber eben... Die Insel schwimmt mir ja nicht weg (evtl. explodiert sie weg...)
und somit werde ich bestimmt in einem Sommer/Herbst wieder zurück kommen und nochmals herum reisen.
Liebe Grüsse aus dem fernen Norden und bis schon bald (!), Jacqueline
14.04.10
So! Nachdem sich noch eine zweite Spalte geöffnet hatte, ist heute Morgen nun endlich das ganze zum Stoppen gekommen und
der Vulkan ist erloschen und hört auf zu Qualmen und Dampfen! Schade! ;)
27.03.10
Huff! Nun sind also tatsächlich diese drei strengen Wochen vorbei und ich hab sie überlebt und werde heute wieder mit Sonnenschein dafür belohnt! :)
In diesen drei letzten Wochen, seit ich wieder von Grönland zurück bin, ist doch wieder einiges gelaufen und die Zeit ist nur so dahingeflogen. Natürlich, wie immer
gegen Mitte/Ende Semester gibt es viel zu tun. Ich kann meine "assignments", "essays" und "reports" gar nicht mehr zählen! Aber immerhin habe ich ein
Fach komplett abgeschlossen und mein Teaching Practice erfolgreich beendet.
Das zum Thema Schule, denn ich kann's nicht mehr hören, denn (!) ich hab endlich Ferien! :) Und zudem gab es auch noch andere Dinge in diesen drei
vergangenen Wochen.
Nachdem ich aus Grönland zurück kam hat es noch etwa 1 oder 2 Tage geschneit und dann kam der Regen und der Wind zurück und aus war's!
Da dachte ich schon, dass meine dicken Pullover endlich gebraucht werden, aber nein, der Frühling hat sich bei uns zumindest mit Blumen
und seit mehreren Tagen Sonnenschein angekündigt und sogar ich geh manchmal ohne Mütze aus dem Haus! Da die meisten viel zu tun hatten
gab es eher selten Ausflüge, ausser wenn etwas von der Schule organisiert wurde oder man mit einem Kurs kleine Exkursionen gemacht hat.
Dafür waren wir im Kino (englisch mit isländischen Untertiteln; zu komisch!! Ist jedoch perfekt für die Isländer, denn allgemein ist
praktisch alles auf Englisch und nichts synchronisiert, somit lernen sie ständig Englisch, was man in der Schule extrem merkt, wenn man es
mit der Schweiz vergleicht. Deshalb: Fernsehen und Serien ja, aber bitte auf Englisch! :)...)
Ha! Und ich war endlich reiten! Das glaubt man kaum. Etwa 1-2h sind wir mit den isländischen Pferdchen durch die Gegend geritten. Leider
hatte ich ein super faules Pferd, extra für Beginner, aber mir schlief fast das Gesicht ein! Naja, der Ritt war toll und amüsant (da kam doch
wirklich einer nicht aufs Pferd rauf und sie mussten ihn raufstossen... und während dem Ritt ist dann dieser Kartoffelsack wieder runtergepurzelt...
ich konnte mir wirklich das schmunzeln nicht verkneifen...). Dafür konnten sich wahrscheinlich andere das Lachen nicht verkneifen, als ich nach drei
Tagen immer noch wie ein Cowboy mit O-Beinen herumlief dank Muskelkater. Wenigstens konnte ich bereits nach drei Tagen wieder normal sitzen...!
Das mir genau in diesem Moment frisch ausgedruckte Blätter draussen im Wind davon fliegen müssen... wie im Film!
Ja.. und dann kam der Morgen (Sonntag, 21.3.2010), an dem ich vor lauter Freude fast geweint habe! ENDLICH gab es einen Vulkan-Ausbruch
(eher ein Spalt, kein Vulkan) und mein Wunsch ging in Erfüllung!!! Sogar im Schweizer Fernsehen haben sie fleissig davon berichtet!
Ja leider / zum Glück ist es nur eine kleine Eruption, welche jedoch immer noch voll am Laufen ist. Sie sagen, dass meistens auch noch ein weiterer
Vulkan (Katla) ausbricht, wenn dieser Spalt aufgeht/ausbricht. Aber dann ist es nicht mehr zum Spassen, denn der liegt unter einem Gletscher
und somit gibt es enorme Explosionen und Teile des Gletschers schmelzen und es gibt dann definitiv Fluten, welche das südliche Gebiet überschwemmen.
Zudem gibt es da noch Hekla... Hekla bricht mehr oder weniger alle 10 Jahre aus, das letzte Mal 2000... man rechne und vergleiche! Ja...
Und das schöne ist: alle diese genannten Gebiete/Vulkane liegen im gleichen Gebiet, nämlich im süd-westen der Insel! Die Insel vor Island in dieser
Gegend entstand natürlich auch aus einem Vulkan, welcher schon lange wieder ausbrechen sollte und seine Kammern und Gänge in der Nähe der anderen
Vulkane hat.... Ich bin ja gespannt was noch kommt! Aber macht euch keine Sorgen, das Ganze ist etwa 2h von Reykjavík entfernt und ist nur für die
Personen im Süden bedrohlich. Wir in Reykjavík bekommen höchstens noch die Asche davon ab! Natürlich ist nun überall dieses Thema aktuell und für
das fast bankrotte Land eine tolle Touristenattraktion. Auch ich werde dort hin gehen und mir dieses Spektakel anschauen.
Ich starte morgen mit zwei Freunden eine Reise rund um die Insel für 10 Tage und da werden wir daran vorbeikommen.
Damit ende ich heute auch, denn es gibt noch viel zu tun, bevor es morgen um 8:00 los geht. Es ist unglaublich, aber die Sonne scheint jetzt
so lange jeden Tag, man könnte meinen es sei Sommer. Am Morgen um 7 ist es hell und am Abend um 8 ist sie auch noch nicht ganz unten! Juhui!
Ich melde mich dann wieder nach meiner Rundreise und habe dann bestimmt wieder viel Spannendes und Lustiges zu erzählen.
Liebe Grüsse aus dem hohen Norden,
Jacqueline
21.03.10
Der Ausnahmezustand ist in Teilen von Süd-Island ausgerufen worden und Notfallpläne sind aktiviert worden, nach einem Vulkan-Ausbruch im Eyjafjallajökull-Gletscher. Eyjafjallajökull ist einer der kleineren Gletscher Islands nördlich von Skógar und westlich des Mýrdalsjökull
Die Evakuierung von Menschen ist zum grössten Teil abgeschlossen. Kein Mensche befindet sich zur Zeit in Gefahr und niemand wird vermisst. Der Ausbruch scheint begrenzt zu sein, keine Überschwemmungen sind zu ertwarten da der Gletscher selbst nicht betroffen ist und nur wenig Eis in der Nähe der Eruption selbst ist. Noch sind Strassen in der Umgebung geschlossen und von Reisen in das Gebiet wird dringeng abgeraten. Die Gefahr besteht, der Ausbruch könnte sich ausweitern.
Es wird weiterhin darum gebeten, das Handys nicht benutzt werden ausser in Notfällen, um das System nicht zu sehr zu belasten. Bitte hören Sie RÚV Radio und folgen Sie www.ruv.is für weitere Entwicklungen.
Notfallzentren sind in Hvolsvöllur und Hella. Dazu hat das Rote Kreuz drei Notfallstationen geöffnet, in Hella, Hvolsvöllur und Vík. Volontäre sind dort vorhanden und bieten Hilfe. Die Hotline des Roten Kreuzes ist auch offen. Unter der Nummer 1717 finden Sie Informationen auf Englisch über die Lage.
14.03.10
Leute, Leute - die Zeit rennt!
07.03.10
Hallo meine Lieben
Ich bin zurück aus Grönland! Und das sogar wie geplant! Aber alles von Anfang an.
Mittwoch (24.02.10):
Nach einem kurzen Geburi-Frühstück für Agnese (sie wohnt im gleichen Haus und kam auch mit nach Grönland) ging es zum Flughafen. Wir nahmen den Check-in Schalter Nr. 4 (von insgesamt 4) und nach der Sicherheitskontrolle stürzten wir uns in den Duty-Free-Shop, da hier alles viel günstiger ist als in Island oder Grönland. Gate, Duty-Free, Gepäckankunftsband, Warteraum und Toiletten befinden sich alle in einem kleinen Raum und man weiss gar nicht so recht warum man 1h früher dort ist. Mit einer kleinen Propellermaschine (insgesamt 37 Plätze) ging es endlich los.
Ganz erstaunt nahmen wir gratis Getränke und Essen entgegen! Das ist noch Service für einen 2h Flug!
Ankunft in Kulusuk Flughafen. Die Uhr 3h zurückstellen. (Kulusuk 11:00, Reykjavík 14:00, Winterthur 15:00) Unser Gepäck wurde ins Dorf gebracht, wir mussten etwa 30min dort hin laufen. Die Sonne schien, die Landschaft war herrlich und so war es ein Kinderspiel dorthin zu laufen, obwohl wir keine Ahnung vom Weg hatten.
Kinder vom Dorf begrüssten uns lachend und umarmten uns. Im Nachhinein erzählte uns unser Tour-Guide Johann, dass wir für die Dorfbewohner wie weisse Gorillas sind. Ungewohnt und zum Bestaunen. Das merkten wir auch dann, wenn wir im Haus waren am Plaudern oder am Essen und sich eine Kinderschar am Fenster die Nase platt drückte, nur um uns beobachten zu können.
Donnerstag:
Nachdem wir um 6Uhr von den Dorfhunden geweckt wurden (sie können nicht wirklich bellen, deshalb heulen sie wie Wölfe...) - wir kennen den Hahn, hier sind es die Hunde - ging es dann an diesem Tag mit den Schlittenhunden in Richtung eines Gletschers und zurück. Wir fuhren über das Eis, unter welchem sich das Meer befand. Dies war doch sehr speziell und total schön. Man konnte die Landschaft in vollen Zügen geniessen, und doch hatte man ein wenig Mitleid mit den 10 - 15 Hunden. Während der ganzen Fahrt mussten sie ihre WC-Geschäfte während dem Rennen verrichten und so war ich doch froh, dass ich zwar in unserer 3er-Gruppe zuvorderst sass, aber dennoch sich der Besitzer vom Schlitten vor mir befand... Ich wusste nicht, dass Hundekot so extrem stinken kann...!
Freitag:
Unser Ziel des Tages war die 10km entfernte Radar-Station. So machten wir uns auf den Weg und konnten wieder bei herrlichem Wetter in Folge die Landschaft (Berge, Schnee, Eis) geniessen. Mit dabei hatten wir ein Gewehr, damit wir wenigstens etwas in der Hand hatten, falls uns ein Eisbär über den Weg laufen sollte. Anscheinend gibt es rund um dieses Dorf am meisten Eisbären.
Am Abend war dann der Tanz-Abend des Dorfes auf den wir uns schon sehr freuten, denn alle waren gespannt, wie das wohl hier aussehen würde.
Es war sehr speziell. Da es Ende des Monats war und somit alle ihr Geld bekamen, waren sie sofort in den Dorfladen gerannt und haben sich mit Alkohol eingedeckt und den ganzen Tag damit verbracht diesen zu trinken. (Was der Westen den Inuit gebracht hat: Zucker, Nicotin, Alkohol) So waren dann auch am Abend so ziemlich alle total betrunken. Wir machten dann halt mit den mehr oder weniger nüchternen Dorfbewohner unser eigenes Fest, welches dann spät in der Nacht durch Schlägereien zwischen Mädchen (wegen Eifersucht) und Jungs (Grund: keine Ahnung) beendet wurde. Einer sagte mir, dass das halt manchmal vorkomme, da man sich hier einfach zu gut kennt und jeder alles von allen weiss und jeder bei jedem drein schwatzt und es besser weiss... Was ist bei einer Bevölkerung von 300 Personen ohne ein anderes Dorf in der Nähe auch zu erwarten?
Samstag:
Das Wetter war wieder herrlich und so zog es uns aus dem Haus und wir erkundeten die andere Seite des Dorfes. Die Kirche, den Friedhof (hier werden die Toten in einen Sarg gelegt und dieser wird auf den Friedhof gestellt und danach mit grossen Steinen zugedeckt. Wenn das Holz dann morsch wird und nachlässt... Ich weiss ja nicht, was ich entdeckt hätte, hätte ich eine Taschenlampe dabeigehabt, um in das Loch im einen Sarg hineinzuleuchten.
Am Abend waren wir dann noch bei der einzigen noch verbleibenden Trommeltänzerin eingeladen, welche uns einige Lieder und traditionelle Trachten präsentierte. War sehr speziell und ich hatte mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt, aber es war dennoch toll und einzigartig.
Sonntag
Am Morgen früh gab es das erste Mal eine Schlange vor der Dusche, denn schliesslich wollte niemand stinkend in die Kirche gehen. Der Gottesdienst wurde auf West-Grönländisch gehalten und wir verstanden kein Wort. Als alle ihre Jacke anzogen wussten wir, dass es zu Ende war! :)
Als wir nach Hause liefen begann es zu schneien. Das war auch der Grund, warum wir den ganzen Tag dann zu Hause blieben.
Montag:
Nachdem es den ganzen Sonntag und auch die Nacht hindurch geschneit und gestürmt hat, konnte ich es nicht lassen und ging raus, um ENDLICH Schneeschaufeln zu können und die Schneeflocken zu geniessen. (erster Schnee seit meiner Ankunft in Island und dafür musste ich doch tatsächlich nach Grönland fliegen)
Einziger Höhepunkt des Tages war der Schulbesuch, das Einkaufen im Dorfladen und die Postkarten auf die Post zu bringen. Sonst wurde nur geschlafen, gegessen, gelesen, gegessen, gegessen, gegessen,... Eine Italienerin war ganz begeistert von den vielen Schnee und dem Sturm der draussen tobte. Für mich war eher ihre Reaktion speziell, denn ich kannte dieses Wetter nur zu gut, wenn ich im Winter bei schlechtem Wetter in den Bergen bin (wänn's ufem Maschgächamm wieder mol so richtig biischät...).
Am Abend sahen wir uns den passenden Film an: Into the wild.
Dienstag:
Hm, siehe Montag. Es schneite den ganzen Tag und stürmte. So war es wirklich ein Highlight, wenn man es bis zur Post und zurück schaffte. Motto: "take it as a challenge!" und sonst: Schlafen, essen, lesen, schlafen,... Am Abend kam dann Johann nochmals vorbei, denn wir wussten immer noch nicht, ob wir nun wie geplant am nächsten Tag zurückfliegen konnten. Er war sich auch nicht sicher, denn: "you never know, you are in Greenland!" was so viel bedeutet wie: hier in Grönland weisst du nie, wie es sein wird, es kann sich immer alles sehr schnell ändern oder eben lange ungewiss bleiben. So packten wir also unsere Taschen, für den Fall dass wir doch abreisen würden, obwohl niemand wirklich damit rechnete. Das war doch ein sehr seltsames Gefühl, dass man wirklich dank dem Wetter an einem Ort festsitzt und nicht weiss wie lange, weil man vom Wetter abhängig ist. Ich meine, bei uns nimmt man halt den Zug, wenn das Flugzeug nicht geht, oder den Ersatzbus, wenn der Zug ausfällt oder das Auto oder man geht zu Fuss. Oder man kann wenigstens die Tage, während denen man irgendwo festsitzt damit verbringen ein Dorf oder eine Stadt in der Nähe zu besuchen. Aber hier? Keine Stadt/Dorf in der Nähe, raus konnte man nicht gross, weil man immer den Spuren (Fussabdruck, Schneetöff, Schlittenhunde,...) folgen musste, damit man sicher war auf dem Schnee und Eis und wenn es dann so richtig stürmt sieht man schnell gar nichts mehr und die eigenen Spuren sind im Nu verwischt... Deshalb war der Gedanke zum Steckenbleiben doch eher langweilig als erfreulich, zumindest für mich. (allerdings hätten sich meine Unterlagen für die Schule sehr darüber gefreut, wenn ich noch mehr Zeit für sie gehabt hätte)
Mittwoch:
Ja, und dann war auch schon Mittwoch. Alles sassen auf ihren gepackten Taschen, assen noch schnell Frühstück und fingen an zu putzen. Wir wussten allerdings immer noch nicht, ob wir wirklich nach Hause gehen konnten. Johann informierte uns dann, dass es laut Internet ein Flug nach Reykjavík gibt. Also schleppten wir unser Gepäck durch den Tiefschnee (teilweise watete man wirklich knietief durch die Schneemassen) bis zum Lebensmittelladen. Von dort liefen wir ohne Gepäck weiter bis zum Flughafen. Nach 5min laufen zog ich meinen Pulli aus und lief nur noch mit einem langärmligen T-Shirt und meiner Jacke. Dennoch schwitzte ich wie wahnsinnig, denn die Sonne schien ein wenig, es ging kein Wind und bei jedem Schritt sank man MINDESTENS bis zum Knöchel ein, manchmal sogar bis zum Knie. Nach etwa 1h und bisschen mehr erreichten meine Kollegin und ich als erste den Flughafen. Wir waren noch ziemlich fit, was man von den anderen, die später am Flughafen ankamen definitiv(!) nicht sagen konnte! (da musste ich, als unsportliche Person, doch ein wenig schmunzeln...)
Tja, und was hörten wir, als wir am Flughafen waren: Sorry, aber für euch hat es kein Platz mehr im Flugzeug. Ihr müsst das nächste nehmen, das bei schönem Wetter kommt. Also am Donnerstag oder Freitag, aber laut Wetterbericht dann wohl doch eher am Samstag! Jð Das sind noch mal klare Ansagen!
Wir wurden ins Hotel chauffiert und durften dann dort Mittag essen, bevor wir unser Zimmer beziehen konnten. Noch während dem Mittagessen kam einer vom Hotel an unseren Tisch und meinte: ihr könnt euer Essen noch fertig essen und dann bitte das Gepäck wieder ins Auto laden, sie haben nun doch noch Platz im Flugzeug für euch... Der ganze Tisch blickte sich fragend an und brach dann in schallendes Gelächter aus! Murphy's law...
Naja, eigentlich kamen wir dank dem Wetter nach Hause, denn: es sollten zwei Flugzeuge kommen, eines für uns (Reykjavík - Kulusuk - Reykjavík) und ein anderes (Reykjavík - Kulusuk - andere Stadt im Norden von Grönland - Reykjavík). Da unser Flugzeug nicht kam (warum auch immer) hatten wir keinen Platz, aber da im Norden ein neuer Sturm los brach, konnte das andere Flugzeug nicht nach Norden fliegen und so konnte dieses uns dann doch wieder mit nach Hause nehmen.
Ja, so bin ich wieder zurück und der Schulalltag hat mich schon wieder fest im Griff! Wenn ich mir meine nächsten drei Wochen anschaue und was ich alles erledigen und abgeben muss, dann freue ich mich so richtig auf die Osterferien danach!
Liebe Grüsse aus dem hohen Norden,
Jacqueline
21.01.10
Hallo meine Lieben
DAS war doch ein Start in den Februar! Wow! Zuerst die Reise nach Grönland gebucht!!! Ich gehe vom 24. Februar bis 3. März nach Kulusuk im Osten der Insel, dann alle Punkte des letzten Semesters erhalten, dann die zweite Teildiplomnote erhalten von Werken Textil und weiss jetzt dass meine Diplomnote am Ende der PHZH (Pädagogische Hochschule Zürich) eine 6 sein wird, einfach genial!!! (sorry, aber nachdem ich mich sowas von gefreut habe, musste das jetzt einfach erwähnt werden)
Hier an der Uni läuft auch einiges! Wenn man sich das doch eher gemütliche Semesterleben der PH gewöhnt ist und erst am Schluss wirklich was tun muss, so ist man hier doch während der ganzen Woche schön beschäftigt mit Texte lesen, verfassen, Hausaufgaben machen, isländische Wörter und Grammatikregeln auswendig lernen (da soll nochmal jemand sagen Deutsch sei schwierig...), usw. Sehr gefreut habe ich mich über den ersten Brief (von den Grosseltern)! Endlich war auch für mich etwas dabei! Jð (Bild oben: Blick aus einem meiner Schulzimmer)
Ja... und dann kam Freitag, 5. Februar. An diesem Tag organisierte die Uni ein Anlass, an welchem wir verschiedene Spezialitäten des Landes probieren konnten. (Das Thorra-blot (altnordisch Þorra-blót) ist ein nordgermanisches Opferfest, das im letzten Wintermonat Þorri gefeiert wurde) Folgendes wurde uns unter die Nase gehalten und ich hab tapfer von allem probiert: verwester Haifisch, versengter und gekochter Schafskopf, Kopf-Käse und Sülze eines Schafskopfes, windgetrockneter Fisch, Blutwurst, Leberwurst, saure Blutwurst, saure Leberwurst, Fladenbrot mit geräuchertem Lammfleisch und natürlich darf man die Widderhoden nicht vergessen. Fazit: Schafskopf und geräuchertes Lammfleisch war herrlich, für alles andere war genügend Bier und brennivín (Schnaps) vorhanden zum nachspülen...! *hicks*
Am nächsten Tag lag ich mit Magenkrämpfen flach im Bett und am Sonntag ging es dann schon wieder auf den nächsten Ausflug. Wir fuhren mit den Autos in die Nähe von Glymur. Dies ist der höchste Wasserfall hier (198m) und nur zu Fuss erreichbar. Fazit dieses Ausflugs: bring nie deine neuen Wanderschuhe vorher zur Reparatur, wenn du sie am Wochenende brauchen würdest und stattdessen mit deinen Stiefeletten gehen musst! Jð Aber es ging gut und es war so herrlich schön! Wer schon mit mir wandern war, der weiss, wie meine Laune ist, wenn ich nicht mehr mag. Und genau in diesem Zustand und als ich mich fragte, wann nun endlich der Wasserfall kommen würde, blickte ich auf und war nur noch sprachlos! Einfach genial!
Weiter gingen wir den Fluss entlang bis wir zu einem See kamen, der teilweise am Rand gefroren war. Dies ist wohl gerade ein guter Zeitpunkt, um über das Wetter zu berichten. Die Isländer lieben dies und gehört bei Weitem nicht zum small talk! Temperaturen hatten wir bis jetzt immer im positiven Bereich, in den letzten Tagen war es manchmal bis zu minus 3 Grad. Die Sonne scheint oft und der Wind ist auch immer/oft/meistens vorhanden. Schnee... ja... der fehlt halt immer noch! Da wird einem doch ein wenig schwer ums Herz, wenn man dann all die lieben Postkarten aus den Skiferien erhält, welche viel Schnee zeigen. Trotzdem vielen Dank! Momentan geht bei uns die Sonne etwa um 8:30 auf und um 18:00 unter. Das merkt man am Anfang gar nicht, aber wenn man bewusst darauf achtet, dann freut man sich über jede Minute, die man länger vom Tag hat. Bald werden wir uns jedoch wünschen, dass es mehr dunkel ist, aber eben...
Kulturell gibt die Stadt auch einiges her. Beispielsweise war an einem Freitag Museumsnacht. Alle Museen hatten auf, extra Veranstaltungen und beim Stadtsee gab es eine Lichtshow mit Musikeinlage. Die Musik war vor allem Sprechgesang aus den alten Sagen und Geschichten der isländischen Kultur (Edda, Sagas,...)
Wie gewohnt, fand am Sonntag wieder ein Ausflug statt. Dieses Mal ging es nach Vík, welches das südlichste Dorf der Insel ist. Auf dem Weg dort hin kamen wir an zwei Wasserfällen vorbei; Seljalandsfoss und Skógafoss. Beim ersten konnte man hinten durch laufen. Weiter ging es der Küste entlang zurück. Da wir noch etwas Zeit hatten fuhren wir noch in Richtung des Gletschers Mýrdalsjökull. Unterwegs wollten wir aussteigen, um die Landschaft und den Sonnenuntergang zu fotografieren. Man merke sich: nur weil die Autotür nicht aufgeht, heisst das noch lange nicht, dass die abgeschlossen ist! Man erinnere sich an den Wind und lehne mit ganzer Körperkraft dagegen!
Ja, und dann noch mein Lieblingsthema von diesem Monat: die Nordlichter! Normalerweise muss man mit dem Auto ins Landesinnere fahren, damit man nicht von all dem Licht der Stadt gestört wird. Allerdings konnten wir sie letzten Monat von der Stadt aus sehen. Doch dann. An diesem einen Abend. Es war einfach unglaublich! Du stehst da, schaust in den Himmel, und der Mund bleibt einfach nur offen vor lauter Staunen! Es war sowas von unglaublich! Wir sahen nicht nur leichte grüne Schimmer am Himmel, nein, dieses Mal konnten wir wild tanzende, von grün nach orange und violett wechselnde Nordlichter begutachten und das mitten in der Stadt! Alle liefen natürlich wieder zum Hafen, weil es dort am dunkelsten ist. Wir sassen nur noch auf den Steinen, staunten und probierten gute Fotos zu machen. (mit meiner Kamera eher schwierig; je nach Bildschirmauflösung kann man jedoch etwas sehen...)
So, nun ist aber Schluss für dieses mal, ich werde mich wieder melden, wenn ich aus Grönland zurück kehre!
Liebe Grüsse aus dem hohen Norden,
Jacqueline
31.01.10
Hallo meine Lieben
Da ist doch tatsächlich schon ein Monat vorbei und ich muss mir richtig überlegen, wo ich anfangen soll mit erzählen. Hier passiert so viel und jeder Tag ist wieder total anders. Eindrücke, Erlebnisse, Erfahrungen, Spass, Arbeit, Organisation,... Huff! Jede Menge zu tun, aber das gröbste habe ich hinter mir und hab auch langsam einen Rhythmus gefunden.
Ehrlichgesagt finde ich es fast ein bisschen schade, dass ich bei dem vielen Schnee, den ihr in der Schweiz habt hier oben bin! Denn: seit Anfang Januar gibt es hier keinen Schnee mehr und wir haben seit dieser Woche endlich Temperaturen unter 4 Grad und man könnte meinen der Winter komme doch noch!
Jedes Wochenende steht ein Ausflug oder sonst etwas Spezielles auf dem Programm und man kann sich schon die ganze Woche darauf freuen und alles vorbereiten und planen.
Ein Wochenende waren wir mit dem Kurs "Icelandic nature and cultural legacy" und der Geologiegruppe auf dem Vulkan Búrfell. An diesem Tag war das Wetter je nach Nationalität (als Schweizer: katastrophal, denn es regnete praktisch ununterbrochen und war kalt; als Isländer: gut, denn es windete praktisch überhaupt nicht...)
Einen wirklich traumhaften Ausflug haben wir letztes Wochenende gemacht! Da kann man noch Wochen später davon schwärmen. Mit 5 Mietautos à 5 Personen machten wir uns auf den Weg. Unser Ziel war die Halbinsel Reykjanes (SW der Insel; Zipfel unterhalb von Reykjavik). Unser erstes Ziel war Kleifarvatn (See), danach zu einem Geothermalfeld ganz in der Nähe, danach in Richtung Westen der Küste entlang nach Grindavík und weiter rund um die Halbinsel bis Njardvík, wo wir dann nochmals nach Süden fuhren und uns in der Blauen Lagune erholten bevor wir wieder nach Hause fuhren. Es war ein herrlicher Tag, die Landschaft mit dem Lavagestein einzigartig, die Strassen (Asphalt und Split) ungewohnt und teilweise wie auf der Achterbahn über die steilen Hügel, das Wetter immer schön abwechselnd und nach der Blauen Lagune waren wir alle total erholt, jedoch die Haare konnte man für mehrere Tage vergessen, so mitgenommen vom mineral- und salzhaltigen Wasser waren sie.
Gestern hatten wir einen eher speziellen Ausflug, der von ESN Reykjavik (Erasmus Student Network) organisiert wurde. Am frühen Morgen wurden wir von SuperJeaps abgeholt und wir fuhren zum zweitgrössten Gletscher der Insel (Langjökull; 953km2). Auf dem Hin- und Rückweg machten wir jeweils beim Wasserfall Gullfoss (Goldener Wasserfall; 32m tief; Gletscherfluss Hvítá vom Langjökull; zwei Ebenen stehen rechtwinklig zueinander) einen kurzen Halt.
Auf dem Gletscher selber ging es dann mit Schneetöffs weiter. Nach einer Stunde waren wir dann wieder bei unseren JuperJeaps zurück und machten uns wieder auf den Rückweg. Diese SuperJeaps sind doch eher spezielle Autos (?), wenn man drin sitzt, dann schaukelt das ganz schön und man wird fast Seekrank. Als wir nur noch auf Schnee fuhren, liessen sie einfach Luft raus, damit sie besser fahren konnten. Und als wir im Schneeloch festsassen (Thema: Einheimische FahrER) liess er einfach noch mehr Luft raus. Das war doch sehr speziell. Damit wir auf dem Gletscher und den Schneetöffs nicht ganz verfroren mussten wir gefütterte Overalls über unsere Kleidung anziehen. War sehr lustig, denn weil alle gleich angezogen waren, musste man zwei Mal gucken, bevor man jemanden anredete. Aber trotz alles Vorbereitung: die Kälte kroch einem schneller in die Finger als einem lieb war! *autsch*
Liebe Grüsse aus dem hohen Norden,
Jacqueline
09.01.10
Hallo meine Lieben
Nun bin ich also schon fast eine Woche hier und bin mich an diese Umgebung, die Kultur und die Uni mit all den neuen Eindrücken am gewöhnen. Das ist sehr anstrengend und ich bin oft sehr müde!
Was wohl am eindrücklichsten und gleichzeitig befremdetsten ist, ist die Dunkelheit. Man kann gemütlich ausschlafen und Frühstücken und ist immer noch rechtzeitig bereit für den herrlichen Sonnenaufgang! =) Etwa um 11 Uhr wird es hell und bereits um halb 5 wird es bereits wieder dunkel. Aber Ende Januar haben wir anscheinend 2h mehr Helligkeit, haben sie uns jedenfalls versprochen!
Meine Unterkunft (in der Nähe der Kirche) ist ganz nett und schon fast gemütlich. In meinem Zimmer hatte ich zwei Betten und ein Sofa, doch immerhin konnte ich nun das Sofa gegen einen Schrank eintauschen. Unser Herr des Hauses ist nicht ganz so organisiert (deshalb haben einige auch fast 3h auf ihn gewartet, als sie hier angekommen sind!!! ich nur noch eine halbe Stunde..aber immerhin nett und seeeehr hilfsbereit! Ich wohne mit einer Holländerin (Marit) in einer kleinen Wohnung des Gästehauses (unsere beiden Zimmer, ein Bad und eine Küche) und wir verstehen uns sehr gut, doch oft sind wir im Haupthaus, wo wir mit anderen kochen und plaudern und verschiedene Dinge unternehmen. Es ist toll verschiedene Leute aus den verschiedenen Ländern kennenzulernen. Vertreten ist: Italien, Schweden, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Island, Litauen, Norwegen, Frankreich, Holland, Finnland, Spanien, und natürlich die Schweiz! ;) Aber gesprochen wird nur Englisch (wobei, bei den einen kann man zwischen Muttersprache und Englisch kaum unterscheiden...)
Wir haben bereits ein Schwimm-Abo gekauft, welches sehr günstig war, denn warmes Wasser haben sie ja genug, die Isländer. Aber Achtung: heisses Wasser riecht nach faulen Eiern, somit: Nase zu und durch! früher oder später wird man sich daran gewöhnen! ;) (hoffen wir alle zumindest!) So ist es auch ganz normal, wenn man in dem heissen Topf im Schwimmbad sitzt (42 Grad) und dieses spezielle Düftchen um sich hat!
Am 6. Januar war ein spezieller Tag hier. Das Ende der Weihnachtszeit. Es wurde nochmals alles Feuerwerk in den Himmel geknallt! Wir (einige Studenten aus dem Gästehaus) gingen in die Altstadt und an den Hafen und sahen uns das Feuerwerk an. Am Hafen kann man auch wunderbar Fish und Chips essen!!! *jam jam*
An der Uni hatte ich schon einige welcome meetings und am Dienstag gehts dann richtig los.Mein Stundenplan ist toll, denn ich habe immer erst nach 10 Uhr Schule oder sogar erst am Nachmittag, so ist es wenigstens hell wenn ich raus muss! Aber vor dem Mittwoch graut es mir jetzt schon 8:20 beginnt es dann: mitten in der Nacht! ;) Mal sehen! ;)
Wenigstens ist es nicht so kalt (bis zu +6C diese Woche)!
Gestern waren wir auf einer Studentenparty, welche von einer Studentengruppe organisiert wurde, die es sehr gern sehen würde, wenn wir nächste Woche bei den Uni-Abstimmungen für sie stimmen würden. Das war sehr speziell! Die Jungs trugen meist einen Anzug, die Ladies waren mit mini Miniröcken und crazy Schuhen aufgetakelt. Und das Bier kostete NUR (umgerechnet) CHF 3.50! Naja, sooo günstig empfand ich das nicht, aber was solls! ;)
Vom International Office wird auch immer wieder was geboten. So waren wir diese Woche auf einer kleinen Stadtrundfahrt in Reykjavik unterwegs. Unser Leiter was sehr aufgestellt und wusste viel zu berichten. Wir fuhren mit einem kleinen Car an die Plätze, an welche wir armen Studenten nicht so leicht kommen, da wir ja kein Geld für teure Busfahrten, Taxis oder Ähnliches haben! ;)
Es war sehr speziell. Meeresluft, Sand und Schnee? Lavasteine und Schnee?
So, das wärs fürs erste.
Liebe Grüsse aus dem hohen Norden,
Jacqueline
21.12.09
schon bald geht's los... packen, packen, packen...! ;)
05.06.09
So, meine Homepage ist eröffnet! =) *freu* VIEL SPASS!!!
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Jacqueline Mannhart
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