Korpus

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Im Gegensatz zu akustischen Instrumenten dient der Korpus eines E-Basses nicht als Resonanzkörper, weshalb er meistens aus einem massiven Stück Holz besteht; vor allem in den 1960er Jahren waren jedoch auch Bässe mit hohlem Korpus verbreitet („Halbresonanzkorpus“). Die Form des Korpus’ erinnert üblicherweise an eine Acht, wobei meist am oberen Ende tiefe Ausschnitte („Cut-Away“) eingefügt sind. Den Korpusformen sind aufgrund des geringen akustischen Einflusses fast keine Grenzen gesetzt. Aus diesem Grund spielt auch die Art des Lackes, außer bei extrem dicken Sorten wie zum Beispiel polyesterbasierten Lacken, keine große Rolle. Zu nennen sind hier auch noch Exoten aus den 60er Jahren, welche flächig mit Kunststofffolien beklebt waren. Erheblichen Einfluss auf den Klang hat jedoch das Material und die Gesamtmasse des Korpus.

Auf der Vorderseite des Korpus kann ein „Schlagbrett” aus Hartplastik oder Metall angebracht sein, welches die Funktion besitzt, Kratzspuren beim Plektrumspiel auf der lackierten Oberfläche des Korpus' zu verhindern. Auf dem Korpus befindet sich der Steg, über den die Saiten laufen. Das Ende der Saiten wird vom Saitenhalter gehalten, welcher entweder in den Steg integriert ist oder sich als separates Bauteil entweder auf der Vorder- oder Rückseite des Korpus' befindet.


Hals

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Der Hals des E-Basses ist bei den meisten Instrumenten in eine taschenförmige Fräsung im Korpus eingesetzt und aufgeschraubt oder, seltener, angeleimt. Bei einer anderen Konstruktionweise wird der Bass mit durchgehendem Hals (neck-through) gebaut, an den die Korpusflügel seitlich angeleimt werden. Diese Bauweise hat den Vorteil, dass kein Übergang zwischen Hals und Korpus die Saitenschwingungen dämpft und so eine längere Ausklingzeit der Saiten (Sustain) erreicht werden kann.

Wie beim Korpus wird eine zu starke Bedämpfung der Saitenschwingungen durch Verwendung harter Holzsorten und verschiedener konstruktiver Techniken vermieden. Bei zu "weichen" Hälsen oder ungünstigen Strukturen im Holz können sogenannte „dead spots“ auf dem Griffbrett entstehen - Bundpositionen mit stark verkürzter Ausklingzeit des gespielten Tons. Diese treten auf, wenn die Eigenresonanz des Halses durch den schwingenden Ton so angeregt wird, dass der zu dem gegriffenen Ton gehörige Bund auf einem Schwingungsbauch des Halses liegt. Dadurch zieht der Hals Energie aus der schwingenden Saite ab, was zu einem stark verkürztem Sustain führt. Ebenso ist auch ein "Aufschaukeln" der Saiten möglich.

Auf dem Hals befindet sich das Griffbrett, in welches in der Regel 20 bis 24 Bünde in gleichstufigen Halbtonschritten eingelassen sind. Es gibt aber auch bundlose Bässe. Diese Bauweise wird nach dem englischen Begriff "fretless" genannt. Zur Orientierung werden teilweise die Sägeschnitte für die Bünde ausgeführt, dann aber mit Holz oder Kunststoff ausgelegt. Dies hilft insbesondere Anfängern, die richtige Griffposition am bundlosen Bass zu finden. Eine Sonderstellung nimmt der "Ibanez MC 924" ein, eine Art Hybridbass, dessen Griffbrett vom Grundton bis zur ersten Oktave der frei schwingenden Saite mit Bünden versehen war, danach aber ein bundloses Griffbrett besaß ("half and half").

Im Hals befindet sich ein metallener Halsspannstab, welcher die Saitenspannung abfängt und durch den die Wölbung des Halses verändert werden kann. Die Fachwelt ist sich uneinig, ob eine gewisse (geringe) Halswölbung erforderlich ist, oder ob das Griffbrett ganz gerade sein soll. Durch eine leichte Wölbung des Halses soll es möglich sein, ein Schnarren der Saiten an den Bundstäben zu verhindern. Jeder Bassspieler kann dies aber selber entscheiden, da der Spielraum gegeben ist, den Hals nach den eigenen Vorstellungen einzustellen.

Das Griffbrett schließt mit dem Sattel ab, über den die Saiten zu den Stimmmechaniken laufen, die im obersten Ende des Halses, der so genannten Kopfplatte, eingelassen sind. Abgeleitet von den traditionellen Grundformen Fender "Precision Bass" und Fender "Jazz Bass" gibt es verschieden breite Hälse. Der P-Bass hat am Sattel typischerweise eine Breite von etwa 45 mm (1.750"), der J-Bass nur etwa 38 mm (1.50"), beide Angaben für 4-Saiter-Bässe. Der schmalere J-Bass-Hals erleichtert die Fingerbewegungen über die Saiten auf dem Griffbrett und kommt Bass-Spielern mit kleineren Händen entgegen.

E-Bässe sind mit unterschiedlich langen Mensuren (Länge der schwingenden Saite) erhältlich: „short-scale“ (30 Zoll / 762 mm), „medium-scale“ (32 Zoll / 813 mm), „long-scale“ (34 Zoll / 864 mm), und „extra-long-scale“ oder „super-long-scale“ (35 bis 36 Zoll / 889 bzw. 914 mm). Am häufigsten werden Bässe mit „long-scale“-Mensuren gebaut.


Elektronik

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Die unter den Saiten befindlichen Tonabnehmer (Pick-Ups) wandeln die Schwingungen der Saite durch elektromagnetische Induktion in ein elektrisches Signal um. Es gibt einige Standards bei der Tonabnehmerbestückung. Häufig sind PUs nach dem Vorbild der Fender Bässe aus den 50er und 60er Jahren z. B. J-Style-Pick-Ups (eine Magnetspule, benannt nach dem Fender Jazz Bass) und/oder P-Style-Pick-Ups (zwei Magnetspulen in gegenläufiger Schaltung, benannt nach dem Fender Precision Bass, auch "Split coil"). Außerdem gibt es seit den siebziger Jahren eine Vielzahl von Formaten, meistens doppelspulige Humbucker. Hier hat sich besonders das MM-Format (benannt nach dem Music Man Stingray) und nach ihrer geschlossenen Plastikkappe benannte Soapbars etabliert. Außerdem kann man im Steg Piezo- oder Mikrofonelemente einbauen, welche eher "akustisch" klingen. Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten der Klangregelung bei elektrischen Instrumenten. Man kann entweder eine rein passive Schaltung verwenden, welche nur ein filtern der Lautstärke und einzelner Frequenzbänder erlaubt, aber ohne Stromversorgung auskommt. Oder man nutzt Vorverstärker um eine Anhebung und Absenkung von einzelnen Frequenzbändern und eine Impedanzwandlung des Ausgangssignals zu ermöglichen. Hier liegen die Nachteile vor allem in dem Einfluss, den die Schaltung auf das "nackte" Signal hat. Bei passiven Schaltungen gibt es meist ein Lautstärkepoti pro Tonabnehmer und eine gemeinsame Höhenblende welche den Ton je nach Stellung immer dumpfer werden lässt. Außerdem kann man mit Schaltern die Verdrahtung der PU´s untereinander verändern und zusätzliche Filter bedienen. Ein Anheben von Frequenzbändern ist bei passiven Instrumenten (ohne Verstärkung) nicht möglich; das Absenken der Höhen oder Tiefen kann zu hörbaren Übertragungsverlusten führen.

Aktive Schaltung ermöglichen neben den von der passive Auslegung her bekannten Möglichkeiten ein erheblich vielseitigeres Verändern des Klangs. Am Panoramapoti kann das Mischverhältnis bei zwei Tonabnehmern verändert werden ohne den Lautstärkeregler verstellen zu müssen. Die Klangregelung kann über Equalizer mit zwei oder mehr Bändern erfolgen. Die Nutzung von nichtmagnetischen Tonabnehmern wird erst durch den Einsatz von Vorverstärkern möglich. Bei aktiven E-Bässen wird ein integrierter Vorverstärker meist über eine 9-Volt-Batterie im Instrument versorgt. Die Vorverstärkung sorgt für eine Impedanzanpassung des zunächst hochohmigen Signals, wodurch Klangverluste auf dem Weg zum Verstärker (Gitarrenkabel) vermieden werden. Oft, aber nicht immer (MM-Stingray), kann die aktive Elektronik ausgeschaltet werden. Dies ermöglicht dem Spieler eine größere Klangvielfalt und erlaubt das Weiterspielen bei leerer Batterie.

Die Verkabelung befindet sich im Korpus. Das resultierende Signal wird über eine Buchse auf ein asymmetrisches Kabel mit 6,3-mm-Mono-Klinkenstecker übertragen. Durch eine Verstärkung des übertragenen Signals in einem Bassverstärker („Bass Amp“) kann der Klang eines E-Basses durch eine Lautsprecherbox wiedergegeben werden.


Besondere Bauweisen

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Warwick "Alien Acoustic" fretless Bass


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Warwick "Thumb NT" neck-through Bass





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